Arbeitsmarkt
Gefragte Berufe in Österreich 2026: Was die Daten zeigen
Gefragte Berufe in Österreich: AMS-Stellen im September 2026, Inseratetrends und konkrete Arbeitgeberbeispiele – mit Quellen und klarer Einordnung.

Welche Berufe sind in Österreich gefragt? Eine belastbare Antwort braucht mehr als eine allgemeine Liste. Die Zahl veröffentlichter Inserate zeigt etwas anderes als ein Fachkräfteengpass. Für diesen Bericht verbinden wir die AMS-Monatsdaten für September 2026 mit den zuletzt verfügbaren Jahresauswertungen des AMS JobBarometers.
Datenstand dieses Beitrags: 16. Oktober 2026. Jahreswerte aus 2025 sind ausdrücklich keine Zählung der heute offenen Stellen.
Der aktuelle Überblick: 78.267 sofort verfügbare AMS-Stellen
Für September 2026 weist das AMS 78.267 sofort verfügbare offene Stellen aus. Das waren 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Angaben beschreiben den beim AMS erfassten Bestand und nicht sämtliche freien Stellen in Österreich. [1]
Für Ihre Jobsuche bedeutet das: Eine allgemeine Meldung über einen schwierigen Arbeitsmarkt schließt konkrete Chancen nicht aus. Prüfen Sie die Angebote für Ihren Beruf und Ihre Region. Eine österreichweite Zahl allein sagt nicht, ob eine bestimmte Stelle in Ihrem erreichbaren Umkreis offen ist.
Welche Berufe häufig in Online-Inseraten vorkommen
Das AMS JobBarometer nennt Einzelhandelskaufleute, Lagerarbeit, Hilfstätigkeiten und Gastronomie als häufig nachgefragte Bereiche. Es verweist außerdem auf qualifizierten Bedarf in Gesundheit, Technik und IT. Grundlage der aktuellen Jahresbetrachtung sind Inserate aus 2025. Für dieses Jahr werden insgesamt 1.143.524 Online-Inserate ausgewiesen. [2]
| Bereich | Beispiele für eine konkrete Suche | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Handel | Verkauf, Einzelhandel, Kassa | Arbeitszeit, Wochenenddienste und Aufgaben |
| Lager und Logistik | Lagerarbeit, Kommissionierung | Schichtmodell, körperliche Anforderungen und erforderliche Berechtigungen |
| Gastronomie | Küche, Service | Saison, Wochenstunden und geteilte Dienste |
| Gesundheit und Technik | Pflege, medizinische oder technische Tätigkeit | Abschluss, Anerkennung und fachliche Voraussetzungen |
Die Suchbeispiele sind eine redaktionelle Orientierung, keine zusätzliche amtliche Rangliste. Eine hohe Inseratezahl ist zudem kein Beleg dafür, dass sämtliche Anzeigen gleichzeitig aktiv sind.
Warum Inserate und aktuelle Stellenbestände nicht dasselbe sind
Die Jahresauswertung des JobBarometers beruht auf online beobachteten Ausschreibungen. Sie wird in jährlichen Abständen aufbereitet. Die monatliche AMS-Statistik zählt dagegen gemeldete Stellen zu einem bestimmten Zeitpunkt. [3]
Zählen Sie diese Werte nicht zusammen. Vergleichen Sie auch eine Jahreszahl nicht direkt mit einem Monatsbestand. Für eine konkrete Bewerbung zählt, ob die betreffende Anzeige aktuell offen und der Bewerbungsweg erreichbar ist.
Welche Arbeitgeber entsprechende Einstiegswege zeigen
Zwei Beispiele machen die Suche greifbarer:
Die ÖBB beschreiben auf ihrer Karriereseite Einstiegswege für Berufserfahrene und Quereinsteiger, unter anderem als Lokführer, Zugbegleiter oder Fahrdienstleiter. Ob ein passender Einstieg an Ihrem Wunschort verfügbar ist, prüfen Sie in der zugehörigen Stellensuche. [4]
Bei der KABEG waren beim Abruf Ausschreibungen aus unterschiedlichen Aufgabenfeldern sichtbar, darunter medizinische Tätigkeiten, Operationsassistenz und Patiententransport. Das zeigt, weshalb die Suche bei einem Gesundheitsunternehmen auch außerhalb klassischer Pflegeberufe interessant sein kann. [5]
Diese Beispiele sind weder eine Rangliste der größten Personalsucher noch eine Aussage über eine Partnerschaft mit unserer Jobbörse. Die Verfügbarkeit einzelner Ausschreibungen kann sich ändern.
Jobs in Österreich gezielt nach Beruf und Ort suchen
Verbinden Sie die Tätigkeit mit einem erreichbaren Ort: etwa Verkauf in Wien, Lagerarbeit im Raum Linz oder Service in Tirol. Die Orte sind Beispiele; entscheidend sind Ihre Arbeitsmöglichkeiten und die tatsächlich vorhandenen Angebote.
Prüfen Sie die Verteilung der Wochenstunden, nicht nur die Bezeichnung Teilzeit oder Vollzeit. Achten Sie auf Anforderungen, die Sie schon erfüllen, und auf ausdrücklich angebotene Einarbeitung. Wenn eine fachliche Zulassung nötig ist, ersetzt Berufserfahrung diese Voraussetzung nicht automatisch.
So grenzen Sie Ihre Jobsuche sinnvoll ein.
Was Unternehmen aus dem Marktbild ableiten können
Beschreiben Sie eine freie Stelle so, dass passende Personen sie schnell einordnen können. Verwenden Sie eine geläufige Tätigkeitsbezeichnung und nennen Sie Arbeitsort, Arbeitszeit und Entgelt mit dem richtigen Bezug.
Prüfen Sie bei ausbleibenden Bewerbungen, ob Ihre Anforderungen wirklich sämtlich notwendig sind. Eine verständliche Information zur Einarbeitung kann für geeignete Quereinsteiger wichtiger sein als eine lange Liste allgemeiner Eigenschaften.
Eine Suchmaschine kann eine unklare Anzeige nicht in ein überzeugendes Stellenangebot verwandeln. Gute Angaben erleichtern sowohl die Auffindbarkeit als auch die Entscheidung der Bewerber.
Informationen zur kostenlosen Stellenveröffentlichung.
Quellen und zeitliche Einordnung
[1] AMS, Übersicht über den Arbeitsmarkt, September 2026: gemeldete Stellenbestände. Die verlinkte Adresse wird laufend aktualisiert; maßgeblich ist der im Bericht angeführte Monat. https://www.ams.at/content/dam/download/arbeitsmarktdaten/österreich/berichte-auswertungen/001_uebersicht_aktuell.pdf
[2] AMS JobBarometer, Allgemeines zum Arbeitsmarkt; Inserate und Berufsnachfrage, Berichtsjahr 2025. https://jobbarometer.ams.at/arbeitsmarkt.html
[3] AMS JobBarometer, Datenquelle und Aktualisierungsverfahren. https://jobbarometer.ams.at/Datenquelle.html
[4] ÖBB, Berufserfahrene und Quereinsteiger. https://karriere.oebb.at/de/karriereperspektiven/berufserfahrene
[5] KABEG, offene Jobs; Abruf 16.10.2026. https://www.kabeg.at/karriere-bildung/offene-jobs/
Ergänzender Abgleich der September-Zahl: ORF, Arbeitslosenzahl steigt: Jobsuche dauert aktuell lang. Die AMS-PDF war bei der erneuten Prüfung nicht abrufbar; die 78.267 sofort verfügbaren Stellen und die Veränderung von −0,5 Prozent werden im ORF-Bericht bestätigt. https://orf.at/stories/3443776/
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